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Bornholms Burgen, Wallanlagen und Befestigungen erzählen von der langen Geschichte der Insel im Zentrum der Ostsee. Über Jahrhunderte war Bornholm Schauplatz von Machtkämpfen, Überfällen und Konflikten – und Spuren davon sind bis heute sichtbar. Entdecke die Ruinen von Hammershus, die Wallburgen in Almindingen und Paradisbakkerne, Befestigungen in Rønne, die Festungsinsel Christiansø sowie die Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg bei Dueodde.
Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert war Bornholm aufgrund seiner Lage in der Ostsee strategisch wichtig. Darum findest du neben den monumentalen Ruinen von Hammershus auch Wallburgen und Rampen (Gamleborg, Lilleborg, Rispebjerg), die wehrhafte Architektur der Rundkirchen, städtische Befestigungen in Rønne sowie Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg bei Dueodde. Für einen ganzen Tagesausflug lohnt sich außerdem die Fahrt nach Christiansø – der Festungsinsel im Ertholmene-Archipel.
Hammershus ist Bornholms eindrucksvollstes historisches Wahrzeichen und eines der beliebtesten Ausflugsziele der Insel. Der Bau begann im 12. Jahrhundert, und über die Jahrhunderte entwickelte sich die Anlage zu einer mächtigen Festung, die auf drei Seiten von steilen Felswänden geschützt ist. Die Burg war einst Sitz kirchlicher Würdenträger und wechselte später durch politische Umbrüche mehrfach den Herrschaftsbereich. Nach 1743 wurde die Anlage nicht mehr bewohnt – 1822 stellte man sie unter Schutz.
Rispebjerg (östlich von Pedersker, am Fluss Øle Å) gilt als Bornholms älteste bekannte Befestigungsanlage. In der Eisenzeit (ca. 100–300 n. Chr.) diente sie als Verteidigungswerk mit Wall, Palisade, Türmen und Laufsteg, umgeben von einem Graben – und auf einer Seite zusätzlich durch den Fluss geschützt. Heute sind die Holzstrukturen verschwunden, doch die Erdwälle und der Grundriss sind im Gelände weiterhin gut erkennbar.
Gamleborg im Waldgebiet Almindingen war Bornholms erste große Befestigungsanlage. Ihre Blütezeit hatte sie in der Wikingerzeit (etwa 800–1100) und galt damals als Hauptfestung der Insel. Die Anlage maß ungefähr 264 × 110 m. Um 1100 wurde sie erneut verstärkt, später jedoch zugunsten von Lilleborg aufgegeben, das rund 700 Meter entfernt entstand. Heute lassen sich Fundamente, Erdwälle und ehemalige Tore noch gut nachvollziehen.
Lilleborg („Kleine Burg“) ersetzte Gamleborg im 12. Jahrhundert als königliche Festung auf Bornholm. Sie war ein Zentrum weltlicher Macht und eine Alternative zu Hammershus, das stark mit kirchlicher Autorität verbunden war. Der nahe gelegene See Borgesøen war Teil des Verteidigungssystems – der Zugang führte damals über eine Holzbrücke. Heute sind vor allem Fundamentmauern und der Umriss der Anlage auf dem Hügel erhalten.
Paradisbakkerne ist ein hügeliges, bewaldetes Gebiet im Osten Bornholms – mit Schluchten, Felsen, Heidelandschaft und Seen. In diesem abwechslungsreichen Terrain liegen die Überreste einer alten Befestigung, die ebenfalls Gamleborg genannt wird. Du findest noch einzelne Steinwände und Fundamente – und bekommst dazu eine der spannendsten Naturkulissen der Insel.
Bornholms Rundkirchen vereinen Gotteshaus und Schutzraum: schmale Fenster, strategische Lagen im Inselinneren und bauliche Details, die Verteidigung erleichterten. Heute tragen sie kegelförmige Dächer. Die vier bekanntesten Rundkirchen findest du in Østerlars, Olsker, Nyker und Nylars.
Im späten 18. Jahrhundert plante man, Rønne zu einer Festungsstadt auszubauen, um Hafen und dänische Flotte zu schützen. Das Vorhaben wurde nie vollständig umgesetzt – dennoch sind Teile des Systems erhalten, darunter der Artillerieturm Kastellet. Seine weiß getünchte Form erinnert an Bornholms Rundkirchen und ist ein idealer Stop bei einem Stadtspaziergang.
Bei Dueodde befinden sich deutsche Befestigungsanlagen aus dem Jahr 1942. Ziel war die Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Ostsee. Die Anlage wurde nie fertiggestellt und erhielt keine geplante Artillerie – doch die massiven Bunker im Kiefernwald sind bis heute zu sehen und zählen zu den eindrucksvollsten Spuren der jüngeren Geschichte auf Bornholm.
Christiansø liegt im Ertholmene-Archipel östlich von Bornholm und wird in der Regel per Boot von Bornholm aus erreicht. Die gesamte Insel ist von Befestigungen umgeben – ein echtes Highlight für Fans von Militär- und Inselgeschichte. Die Ursprünge der Festung reichen bis 1684 zurück (König Christian V ließ den natürlichen Hafen ausbauen). Ein bekanntes Kapitel ist der gescheiterte britische Angriff im Jahr 1808.
Starte mit Hammershus und den Aussichtspunkten in der Umgebung. Wenn du danach noch etwas „grünes Programm“ möchtest, ergänze Lilleborg oder Gamleborg in Almindingen.
Für 3–4 Stopps reicht oft ein halber Tag. Wenn du Almindingen und Paradisbakkerne kombinierst, plane einen ganzen Tag. Für Christiansø lohnt sich in der Regel ein separater Tagesausflug.
Ja – am besten funktionieren kurze Stopps und „greifbare“ Orte wie Ruinen, Bunker und Rundkirchen. Kinder mögen oft Geschichten über Verteidigung und das Leben in einer Festung.
Meistens ja. Plane einen eigenen Tag für die Überfahrt und das Erkunden der Festungsinsel ein.
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